treffpunkt.BILDUNG #9
Am 26.2.2026 fand der 9. treffpunk.BILDUNG statt.
Was geschah alles & welche Erkenntnisse konnten gesammelt werden?
Francis Blümel (Visuell Gedacht) begleitete den gesamten Abend mit einem Graphic Recording, das die Inhalte anschaulich festhielt.
Der Vortrag der FAILStunde zeigte, wie eine positive Fehlerkultur dazu beitragen kann, Fehler als Chancen für Lernen, Anpassungsfähigkeit und Handlungsfähigkeit zu verstehen. Fehler wurden dabei bewusst als Teil von Lernprozessen betrachtet und nicht als etwas, das vermieden werden muss. In einer interaktiven Übung konnten die Teilnehmenden selbst erleben, wie es sich anfühlt, Fehler zu machen und ihnen bewusst Raum zu geben.
Julia Holzer thematisiert die Begriffe Krise und Polykrise sowie deren Auswirkungen auf psychologische Belastungen, die sich unter anderem durch die COVID-19-Pandemie verstärkt haben. Im Mittelpunkt steht das Konzept der Resilienz und die Frage, wie Individuen und Gesellschaften mit Krisen umgehen können.
Dabei wird betont, dass resiliente Gesellschaften beim Individuum beginnen, Resilienz jedoch stark durch soziale Kontexte geprägt wird. Für Jugendliche spielen insbesondere Schule, Familie und Peer-Groups eine zentrale Rolle, wobei Schule als wichtiger Ort zur Förderung von Resilienz hervorgehoben wird.
Auf Grundlage der Selbstbestimmungstheorie (Ryan & Deci, 2000) wird dargestellt, dass Schulen zur Stärkung von Resilienz beitragen können, indem sie zentrale psychologische Grundbedürfnisse fördern: Kompetenzerleben, Autonomie und soziale Eingebundenheit. Gleichzeitig zeigen Krisen oft strukturelle Herausforderungen im Bildungssystem auf, die bereits zuvor bestanden.